Google Plus – das Authorship-Prinzip

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Google arbeitet an einem personalisierten Web, bei dem Begriffe wie „Trust“ und „Authorship“ eine große Rolle spielen. Ein wesentlicher Bestandteil aus Google Sicht sind dabei die Google Plus Dienste.

Google+ Building a Web of Authority

Seit kurzem ist das Google Plus Authorship-Prinzip auch in Deutschland vollständig angekommen. Das heißt, der Suchende bekommt nun Ergebnisse, denen Google einen Urheber zuordnen kann, mit einem Proilbild bzw. einem Hinweis angezeigt. Dies geschieht auch, wenn er nicht bei Google angemeldet ist. Ein solches Ergebnis sieht z.B. so aus:

Google Plus Authorship - so siehts aus

Wir wollen uns anschauen, wie Google den Urheber identifiziert, bzw. wie Autoren Ihre Artikel zuordnen können.

Google Authorship – wie geht das?

Über die Tags „rel=author“ beziehungsweise „rel=me“ (dazu später mehr) können sich Autoren mit einem von ihnen erstellten Artikel identifizieren. Das Markup ermöglichte es Suchmaschinen und anderen Webservices Artikel auf unterschiedlichen Webseiten dem entsprechenden Verfasser zuzuordnen. Damit können sich z.B. Journalisten eine eigene und vor allem unabhängige Reputation aufbauen, da sich der Einfluss häufig referierter Autoren wohl zukünftig gegenüber den Verlagen erhöhen wird.

Google will z.B. In den Suchergebnissen Autoreninformationen (Bild und Name) anzeigen. Diese Informationen werden auch in den Picasa Webalben verarbeitet.

Um Authorship verifizieren zu können nutzt Google die Google+ Pages der Autoren. Dabei wird grundsätzlich die Funktion des Crosslinkings (Artikel des Autors linken auf sein Google+ Profil und umgekehrt) genutzt.

Im folgenden Video erklärt Google selbst die Funktion zur Autorisierung:

Einbindung auf der eigenen Seite

Es gibt zwei Wege das verifizieren der Authorship zu implementieren:

  1. Single-author blogs and sites
  2. Multiple-author blogs and sites

Google Pus Authorship Multi User Implementierung

Single-author blogs and sites

Step 1: Auf der Google-Profil-Seite müssen Links zu den einzelnen Seiten des Autors untergebracht werden. D.h. Links zu den einzelnen Artikeln des Autors
(To add links to your profile, click Edit profile, then click the Links box on the right of the page and add the links you want.)
Das Profilbild muß ein Foto des Autors sein es wird als Thumbnail zur Darstellung genutzt.

Step 2: Bei Blogs die durch einen Autoren gefüllt werden, bietet es sich nun an auf jeder Seite einen Link auf das Google-Profil unter zu bringen:
<a href=“https://profiles.google.com/109412257237874861202″ rel=“author“>About Matt Cutts</a>
Alternativ kann der Link auch als meta-Tag gesetzt werden:
Dafür wird innerhalb von <head>…</head>
der Tag eingefügt:
<link rel=“author“ href=“https://plus.google.com/109412257237874861202″ />

Damit ist die gegenseitige Verlinkung zwischen Google+ Profil und Blog des Autors hergestellt.
rel=“author“ sagt Google, dass Matt Cuts der Autor des Blogs ist.

Step 3: Test der Verifizierung mit dem Rich Snippets Testing Tool
http://www.google.com/webmasters/tools/richsnippets
Die URL des Blogs eingeben und Fehlermeldungen beachten.

Multiple-author blogs and sites

Step 1: Auf der Google-Profil-Seite müssen Links zu den einzelnen Seiten des Autors untergebracht werden. D.h. Links zu den einzelnen Artikeln des Autors
(To add links to your profile, click Edit profile, then click the Links box on the right of the page and add the links you want.)
Das Profilbild muß ein Foto des Autors sein es wird als Thumbnail zur Darstellung genutzt.

Step 2: Bei Mulit-User Sites – also Websites auf denen mehrere Autoren publizieren sollte der Autor jedes individuellen Artikels identifiziert werden.
Um nicht jeden einzelnen Artikel von der Google+ Page verlinken zu müssen kann die Verifizierung „zentralisiert“ werden, indem eine Autorenseite angelegt wird (z.B. mit Biografie des Autors).
Von dieser zentralen Seite pro Autor kann nun das Google Profil des Nutzers wieder reziproc verlinkt werden.

Dies bedeutet in einzelnen Schritten:

Step 2a: Es wird für jeden Autoren einer Site eine Autorenseite (Biografie) angelegt.
Auf dieser Seite wird das Google-Profil des Autors verlinkt.
<a href=“https://profiles.google.com/103986182366525285858″ rel=“me“>Frank Ristau</a>
Dies kann wie oben beschrieben auch mit einem Meta-Tag gelöst werden.

Achtung: an dieser Stelle kommt das rel=“me“ zum Einsatz, das signalisiert, dass es sich um den gleichen Autor handelt (will heißen die Autorenseite auf der eigenen Site wie auch das verlinkte Profil bei Google beziehen sich auf ein und die selbe Person)

Step 2b: Um die einzelnen Seiten des Autors nun zu markieren wird auf den einzelnen Seiten die vom Autor verfasst wurden auf die Biografie (Autorenseite der Site) verlinkt.

<a href=“http://www.bio-auf-meiner-site.de/Matt-Cuts.html“ rel=“author“>MC</a>
Alternativ kann der Link auch als meta-Tag gesetzt werden:
Dafür wird innerhalb von <head>…</head>der Tag eingefügt:
<link rel=“author“ href=“http://www.bio-auf-meiner-site.de/Matt-Cuts.html“ />
Achtung: an dieser Stelle kommt wieder das rel=“author“ zum Einsatz.

Step 3: Test der Verifizierung mit dem Rich Snippets Testing Tool
http://www.google.com/webmasters/tools/richsnippets
Die URL des Blogs eingeben und Fehlermeldungen beachten.

Auch Publisher können dieses System nutzen

Parallel zur Authorship kann auch der Publisher einer Site festgesetzt werden. Dies macht jedoch nur Sinn im Falle von Multi-User-Sites.
Hier kann auf der Startseite des Projektes mit rel=“publisher“ sozusagen der Verlag in dem die einzelnen Autoren publizieren festgelegt werden.
Dazu kann man sinnvoller Weise die Google+ Page (in Abgrenzung zum Google+ Profile) verlinken – z.B. im html-head:

Dieser Link wird nur auf der Startseite angebracht, da durch Google nicht gleichzeitig rel=“author“ und rel=“publisher“ anerkannt werden.

Weitere Ressourcen

  1. http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2011/06/authorship-markup-and-web-search.html
  2. http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?answer=1229920

Was bringt das Authorship-Prinzip?

Zunächst einmal eine erhöhte Klickrate in den Suchergebnissen. Denn die mit Profilbild gekennzeichneten Artikel sind für den Nutzer sehr auffällig.
Interessant sind die Überlegungen, die man daraus anstellen kann: Die Autorität eines Autors färbt auf die Website ab. In Zukunft kann es sich also lohnen, bekannte Autoren für die eigene Website schreiben zu lassen. Vieleicht ist dies der Anfang einer Wiedergeburt – der Rückkehr des Qualitätsjournalismus.


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